Apotheken-Petition: 341'688 Unterschriften eingereicht

Bevölkerung wünscht sich eine persönliche medizinische Grundversorgung

Mit verschiedenen Abbaumassnahmen bedroht der Bundesrat die medizinische Grundversorgung durch Apotheken, Hausärzte und Pflege. Die Bevölkerung ist damit nicht einverstanden. Über 340‘000 Personen unterstützen mit ihrer Unterschrift die Apotheken-Petition «Auch morgen medizinisch gut umsorgt». Ein deutliches Ja für eine persönliche und wohnortnahe Beratung und Betreuung.

In zwei Monaten sammelten 1800 Apothekenteams in der ganzen Schweiz Unterschriften für die Petition «Auch morgen medizinisch gut umsorgt». Mehrere 10'000 davon stammen aus den rund 225 Apotheken des Kantons Zürich. Mit 341‘688 Unterschriften ist das ursprüngliche Ziel deutlich übertroffen. Auch der Wunsch der Bevölkerung ist deutlich: Sie fordert eine wohnortnahe und persönliche medizinische Grundversorgung. Apotheken sollen darin eine wichtige Rolle spielen. Die Bevölkerung sagt damit Nein zu den vom Bundesrat geplanten Abbaumassnahmen wie der Kürzung des Vertriebsanteils oder dem Referenzpreis für Generika. Diese Massnahmen gefährden besonders die Versorgung durch Apotheken in ländlichen Gebieten oder Quartieren. Bereits heute sind rund 20 Prozent der Apotheken aufgrund ihres geringen Ertrags in einer wirtschaftlichen schwierigen Lage.

"Wir sind Teil der Lösung, nicht das Problem"

Die Bevölkerung steht hinter den Apothekern, die Kosten sparen und Lösungen bringen. Der Abbau erfolgt obwohl in den vergangenen Jahren zahlreiche Massnahmen umgesetzt und bereits mehrere hundert Millionen Franken eingespart wurden. Nur 4,2 Prozent der Krankenkassenprämien entfallen auf Apotheken, und diese sparen heute bereits aktiv mit. Selbst eine Studie im Auftrag des Bundesamts für Gesundheit (BAG) kommt zum Schluss: Die Sparmassnahmen haben ein Apothekensterben zur Folge.

Die von der Apothekerschaft lancierte Petition ist ein gewichtiges politisches Zeichen. Das Resultat zeigt: Die Bevölkerung steht hinter den Pharmazeuten und ist jederzeit bereit, sich mit ihnen im Rahmen von Referenden und Initiativen zu solidarisieren. Die Bevölkerung möchte weiterhin in der Apotheke Gesundheitsprobleme sofort abklären und eine Lösung erhalten, Vorsorgetests oder Impfungen in Anspruch nehmen und vom grossen Wissen der Apotheken und ihren Teams profitieren. Dr. Lorenz Schmid, Präsident des Apothekerverbands des Kantons Zürich, ist überzeugt: «Wir sind Teil der Lösung der stetig wachesenden Gesundheitskosten und nicht das Problem. Wir unterstützen Reformen und Kosteneinsparungen und werden weiterhin mit cleveren Lösungen aktiv dazu beitragen, dass unsere hohe Qualität bezahlbar bleibt». Die Unterschriften wurden am 18. Juni 2019 der Bundeskanzlei an die Adresse des Bundesrats übergeben.

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> Video Petitionsübergabe

> Die Stadtzürcher Apothekerin Dr. Valeria Dora erklärt warum

> Die Wetziker Apothekerin Edith Kleisner hat sich engagiert


Die Zürcher Apothekerinnen und Apotheker sind überzeugt: "Wir sind Teil der Lösung."


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Aktuell


Corona-Tests neu in 40 Zürcher Apotheken

Wenige Wochen nach der offiziellen Freigabe durch den Bundesrat bieten im Kanton Zürich bereits 40 Apotheken Corona-Schnelltests oder PCR-Tests an. Dafür nötig sind eine spezielle Ausbildung, die passende Infrastruktur und das nötige Material. Die Apotheken leisten damit in der Pandemie ein weiteres Mal einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen das Coronavirus. Laufend kommen neue Test-Apotheken dazu.

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Jahresversammlung des AVKZ heisst alle Geschäfte gut

An der kurzfristig auf digital umgestellten Herbstversammlung des AVKZ sind alle Geschäfte gutgeheissen worden. Präsident Dr. Lorenz Schmid (Bild oben) konnte online rund 70 Mitglieder & Gäste begrüssen, weitere 20 vor Ort. Sämtliche Geschäfte wurden gutgeheissen. Für die kommenden drei Jahre gewählt wurden Vorstand, pharmaSuisse-Delegierte sowie die Mitglieder der Revision. Neu in den Verband aufgenommen werden konnten sieben Mitglieder. Alle Unterlagen sowie die Gesamtpräsentation finden sich im Mitgliederbereich unter Mitglieder/Herbstversammlung 2020.

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Neue Impfungen ab 1. Juli

Der Zugang zu Impfungen für die Bevölkerung des Kantons Zürich wird erleichtert: Ab diesem Sommer dürfen in Apotheken neu auch Impfungen gegen Diphtherie, Starrkrampf, Keuchhusten und Kinderlähmung vorgenommen werden.

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341'688 Unterschriften in 60 Tagen

Die Bevölkerung deponierte 2019 bei Bundesrat Alain Berset ein starkes Zeichen: 341'688 Schweizerinnen & Schweizer haben die Apotheken-Petition unterschrieben, die am 18. Juni im Bundeshaus eingereicht worden ist. Der Bundesrat plant Sparmassnahmen, die die Zürcher Apotheken mit tausenden Angestellten und Lernenden hart treffen. Allein im Kanton Zürich sind mehrere 10'000 Unterschriften zusammengekommen.

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Notfalldienst

ApoFon / Beratungsnummer Kanton Zürich ausserhalb der Ladenöffnungszeiten

Telefon 0900 55 35 55

CHF 1.50/Min. ab Festnetz