«Suizidprävention Kanton Zürich»: Rückgabeaktion für Medikamente im September

Im Rahmen des erfolgreichen kantonalen Schwerpunktprogramms Suizidprävention wird im Monat September 2017 eine weitere Massnahme umgesetzt: In den kommenden Wochen findet eine Rückgabeaktion für Medikamente statt. Das Projekt der Gesunheitsdirektion des Kantons Zürich findet in Zusammenarbeit mit den 220 Apotheken im Kanton Zürich statt. Auslöser war ein Postulat im Jahr 2009, deren Urheber unter anderen Kantonsrat Dr. Lorenz Schmid war, Präsident Apothekerverband des Kantons Zürich.

Suizide und Suizidversuche treten in aller Regel in Zusammenhang mit grossem persönlichem Leid auf und lassen Hinterbliebene, Rettungskräfte und andere betroffene Berufs-gruppen in einer schwer verkraftbaren Situation zurück. Deshalb hat vor zwei Jahren der Zürcher Regierungsrat das breit angelegte Schwerpunktprogramm «Suizidprävention Kan-ton Zürich» lanciert und «Prävention und Gesundheitsförderung Kanton Zürich» mit der Koordination beauftragt. Mit dem Programm sollen Menschen in suizidalen Krisen und ihr Umfeld unterstützt werden.
In den vergangenen zwei Jahren konnten zahlreiche Massnahmen umgesetzt werden. So wurden Flyer mit Notfallkarten – eine Karte im Kreditkartenformat mit den wichtigsten Not-fallnummern – unter anderem über Apotheken verteilt. Es wurde eine Helpline Suizidprävention für Fachleute aus dem Gesundheits-, Bildungs- und Sozialwesen eingerichtet. Weitere Projekte setzen direkt bei Institutionen an, in der Psychiatrie, in Spitälern oder in Altersheimen. Alle Projekte und Angebote sind beschrieben auf www.suizidpraevention-zh.ch; hier können auch Notfallkarten bestellt werden.

Medikamentenrückgabe: Ein Beitrag zur Suizidverhinderung

Zeitgerecht zum Welttag der Suizidprävention vom 10. September macht nun eine öffentliche Aktion auf die Rückgabemöglichkeit von abgelaufenen und nicht mehr benötigten Me-dikamenten aufmerksam. Medikamente können in jede Apotheke und Drogerie im Kanton Zürich zurückgebracht werden. Die Apotheken und Drogerien stellen dafür Tragtaschen zur Verfügung – die Rückgabe ist aber auch ohne diese Taschen möglich. Die Aktion wird durch den kantonalen Apotheker- und den Drogistenverband unterstützt und läuft bis Ende Monat.
Durch die Rückgabeaktion werden Medikamente, die in einer akuten Lebenskrise für einen Suizidversuch verwendet werden könnten, aus Privathaushalten entfernt. Dies schränkt die Suizidmethoden ein und schützt damit jedes Mitglied im Haushalt. So wird ein weiterer Beitrag zur Suizidverhinderung geleistet.

> Kantonale Homepage Suizidprävention

> Medienmitteilung

> Checkliste zur Kommunikation des Themas Suizid



Schmerzkampagne des Apothekerverbands des Kantons Zürich AVKZ in Zusammenarbeit mit der Rheumaliga im September 2016

Schmerzen am Bewegungsapparat sind häufig. Gelenk- und Rückenschmerzen zählen zu den häufigsten Beschwerden überhaupt. Fast 40 Prozent der Bevölkerung in der Schweiz klagen über Bewegungsschmerzen. Tendenz zunehmend. Insbesondere der Rücken oder die Nackenpartie aber auch Gelenke wie Schultern, Knie und Hüfte sind davon betroffen. Eine Lebensweise mit wenig Bewegung und die zunehmende Neigung zur Fettleibigkeit verschärfen das Problem noch.


Fachleute zeichnen ein düsteres Bild der ungebremst zunehmenden Gelenkschmerzen in der Zukunft. Die Schweizerische Gesellschaft zum Studium des Schmerzes hat 2016 zum „Globalen Jahr gegen Schmerzen in den Gelenken“ ausgerufen.

600 Schweizer Apotheken am Start

Rund 600 Apotheken der Deutschen Schweiz in Zusammenarbeit mit der Rheumaliga Schweiz richten im September den Fokus auf Gelenkschmerzen. Mit Präsenzschulungen, Online-Lerntools und dem Dossier Gelenkschmerzen haben sich Fachpersonen aus der Apotheke für betroffene Kunden fit gemacht.

Körperschmerzen verändern den Menschen, beeinflussen die innere Ausgeglichenheit, mindern die Lebensqualität und wirken sich negativ auf das Privat- und Liebesleben aus. Neben dem Leiden und den Beschwerden für den Einzelnen können Gelenkschmerzen durch verlorene Arbeitstage auch erhebliche Kosten für die Gesellschaft bedeuten. Die meisten Betroffenen wollen nur eines: so schnell wie möglich wieder ohne Schmerzen leben, den Alltag ohne Einschränkungen gestalten. Die Apotheke nimmt dabei eine wichtige Rolle ein, ist sie doch der direkte Weg zur Besserung: Ohne Voranmeldung, zu jeder Tages- oder Nachtzeit im Einsatz. Die Apotheke verfügt in den meisten Fällen über eine Vielzahl von Behandlungsmöglichkeiten.

Pharma-Assistentinnen nehmen anhand eines strukturierten Beratungsgesprächs alle wichtigen Informationen auf, überprüfen diese mit Algorithmen und legen mittels Therapiekarten eine Behandlung für die jeweiligen Schmerzen fest. Wenn sie nicht helfen können, verfügen sie über ein dichtes Netz von Fachärzten, die sie dem Patienten vermitteln oder machen auf das Angebot der Rheumaliga Schweiz aufmerksam. Wichtig ist vor allem, dass der Schmerz nicht chronisch wird, das heisst, das Schmerzgedächtnis erinnert sich an den Schmerz und ruft ihn immer wieder ab.

Vertrauen der Bevölkerung in die Apotheke mit 90 Prozent sehr hoch

Beim Beratungsgespräch richtet sich der Apotheker oder die Pharma-Assistentin nach der Art des Schmerzes. Ist er zum Beispiel akut, traumatisch oder chronisch. Bei der individuellen Therapie stehen neben schmerzlindernden und entzündungshemmenden Wirkstoffen auch Kälte- oder Wärmepackungen zur Verfügung. Alternative, sanfte und schonende Behandlungen wie zum Beispiel Quarkwickel, unterstützende Homöopathie- oder Nahrungsergänzungsmittel haben durchaus auch ihren Platz.

Die Fachkompetenz der Apotheken betreffend Gelenkschmerzen endet natürlich nicht mit dem Ablauf der Kampagne. Apotheken sind im gesamten Gesundheitsspektrum kompetent und effizient in der Beratung. Sie können mehr als nur Medikamente abgeben. Das Potenzial ist vorhanden. Das Vertrauen in die Kompetenz der Apotheken ist laut einer Umfrage vor zwei Jahren mit fast 90 Prozent sehr hoch.


Er hat's erfunden: Der Initiant der Schmerzkampagne, AVKZ-Präsident und Radio 24-Apotheker Dr. Lorenz Schmid.


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> Medienmitteilung

> Bericht Schweizer Illustrierte


Interviev mit Schmerzpatient Benno Bürk - Alltagsschmerzen müssen nicht sein

Schmerzen behindern Menschen und können so stark ausfallen, dass sie alle Gedanken dominieren und den Alltag oder die Arbeit zur Qual machen. Schmerzen haben viele Ursachen und Facetten. Sei es nach einem Vorfall beim Sport, einer unglücklichen Bewegung bei den Gartenarbeiten, oder im Alter das zunehmende Zwicken und Zwacken in den Gelenken. Bei Benno Bürk passierte es im Büro.

Benno Bürk, wo tut es weh? Und was hat Sie dazu bewogen, in die Apotheke zu gehen?
Die meiste Zeit arbeite ich am PC. Seit längerem verspürte ich leichte Schmerzen im Handgelenk. Seit gestern geht aber gar nichts mehr. Starke Schmerzen in der rechten Hand strahlen aus bis in die Schulter. Die Computer-Maus bedienen und arbeiten – unmöglich. Eine Arbeitskollegin hat mich dann mehr oder weniger in die Apotheke "befohlen".

Wie konnte Ihnen die Apotheke helfen?
Zu allererst war ich sehr überrascht, dass in der Apotheke nicht einfach Medikamente abgegeben werden, sondern eine echte Beratung stattfindet. In meinem Fall hat die Pharma-Assistentin gezielt Fragen gestellt, die Beweglichkeit des Handgelenks geprüft und abgeklärt, ob der Schmerz akut oder chronisch ist. Es hat sich herausgestellt, dass ich eine Sehnenscheidenentzündung habe.

Die Apotheke, die erste Anlaufstelle?
Tatsächlich. Die Mitarbeiterin unterbreitete mir einen konkreten Therapievorschlag mit einer entzündungshemmenden Salbe und mit einer stabilisierenden Handbandage. Eine schmerzlindernde Tablette hat den Schmerz rasch beruhigt und soll mir in der Nacht helfen. Wenn es nicht besser wird, kann ich auch jederzeit wieder vorbeigehen. Jetzt gönne ich meinem Handgelenk aber erstmals Ruhe.



Machen Sie den Test - im September 2016 oder jederzeit in Ihrer Apotheke.



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Aktuell


Grippeimpfung in 100 Apotheken des Kantons Zürich

Zeitgerecht zum nationalen Grippeimpftag 2017 am 3. November stehen 100 Zürcher Apotheken bereit für die diesjährige Grippeimpfung - unkompliziert und ohne Voranmeldung. Der AVKZ unterstützt die Zürcher Apotheken mit einer Informationskampagne rund ums Thema Grippe und zum Thema Impfen allgemein für die Zürcher Bevölkerung. Die Aktion läuft bis Ende November.

> mehr zum Thema



Hoher Besuch an der Frühlingsversammlung 2017

Regierungsrätin Jacqueline Fehr begrüsste am 18. Mai rund hundert ApothekerInnen und Gäste in Winterthur zur Frühlingsversammlung. Sie lobte die laufende Neupositionierung und das Engagement der rund 220 Zürcher Apotheken zum Wohl des Zürcher Gesundheitswesens. Nebst den statutarischen Geschäften wurden in Winterthur 14 Neumitglieder begrüsst und die Geselligkeit gepflegt.

> Bildergalerie Frühlingsversammlung


Notfalldienst

Notfallnummer Kanton Zürich ausserhalb der Ladenöffnungszeiten

Telefon 0900 55 35 55

CHF 1.50/Min. ab Festnetz